Pinsel

Je nach Malzweck und Malgrund richtet sich die Wahl des Pinsels. Die Qualität ist Entscheident für ein gutes Resultat. Der Pinsel besteht aus der Quaste (Haar- oder Borstenkörper),  der Zwinge (Fassung) und dem Stiel.

Quaste: Wir unterscheiden Haar-, Borsten- und Synthetikfaserpinsel. Beim guten, nassen Pinsel muss die Quaste in einen Spitz (“Schluss“) zusammenlaufen, der sich auch im farbgefüllten Zustand aufrichtet.

Zwinge: Diese besteht aus vernickeltem Blech. Beim einfachen Schülerpinsel ist sie nur gerollt, beim besseren mit gelöteter Nahtstelle. Künstlerpinsel besitzen nahtlos gezogene “Silberzwingen“ (vernickelte Messingzwinge).

Stiele: Günstigere aus Weichholz, bessere Sorten aus lackiertem Zedernholz. Aquarell- und Plakatpinsel sind kurz – Ölmalpinsel dagegen lang.

Kunststoff: Quaste aus synthetischen “Haaren“ (universell im Gebrauch, resistent gegen Lösungsmittel) , Zwinge und Stiel aus gleichem Stück (einfachere Sauberhaltung).

Allgemeines: Die Farbe soll immer mit der Spitze des Pinsels aufgenommen werden, sonst setzt sie sich am Stielrand fest und verdirbt den Pinsel. Pinsel mit Wasser füllen und ausschleudern; er muss sich schliessen und eine scharfe Malkante ergeben, er muss seine runde bzw. flach Form behalten. Runde Pinsel, mit der Spitze auf dem Handrücken gestippt, müssen in die Lage zurückkehren. Pinsel nicht mit der Quaste im Wasser stehen lassen. Stiel darf  wegen auf quillen nicht im Wasser stehen.

Reinigung: Farbe auf Papier oder mit Lappen entfernen. Wasserfarbe reinigt man mit gewöhnlichem Wasser, Ölfarbe mit Terpentinersatz oder Benzin, Nitrofarben mit Nitroverdünner.

Haarsorten:

Rotmarderhaare: Schweifhaare des sibirischen oder chinesischen Marders, goldfarbig, Haarspitzen mit weissem, feinem Flaum. Das Rotmarderhaar hat eine regelrechte Figur: unten ein standfestes Fussende, in der Mitte einen Bauch und dann eine feine, gertenschlanke, federnde Spitze. Verwendung: beste Aquarell- und Ölmalpinsel, flach und rund,  Schriftpinsel, Schlepper.

Iltishaare: Schweifhaare des russischen und polnischen Iltis. Haarspitzen schwarz-braun, Mitte meliert, Haarwurzel grau bis weiss. Verwendung: Aquarell- und Ölmalpinsel, flach und rund, Katzenzungenform, feine Spitze.

Ponyhaare: Fesselhaare der japanischen Ponys, vielfach “Kamelhaare“ benannt, braune Farbe, geringe Elastizität. Verwendung: einafcher Schulmalpinsel.

Pinselarten:

Aquarell- und Retouchierpinsel: Runde Zwinge, kurzer Stiel. Die Facon des Pinsels verläuft ab dem Bauch wie ein V.

Ölmalpinsel rund: Runde Zwinge, langer Stiel. Die Facon des Pinsels verläuft ab dem Bauch wie ein “Ei“.

Ölmalpinsel flach: Flache Zwinge, langer Stiel, Malkante stumpf .

Katzenzungenpinsel: Flache Zwinge, langer Stiel, zungenförmige Facon, diverse Stärken.

Porzellanmalpinsel: Kiel-Fassung,Facon je nach Verwendung: Mal-, Ränder-, Stupp-Pinsel.

Firnispinsel: Breite Bleche, breite Stiele, mit Haar- oder Borstenfüllung, Malkante stumpf, diverse Stärken.

Schriftpinsel: Rund, runde Zwinge, kurzer Stiel, langes Haar, Malkante stumpf.

Schlepper: Runde Zwinge, langer Stiel, langes Haar, Malkante stumpf.

Eine Reaktion zu “Pinsel”

  1. Künstlerpinsel Sagt:

    Sehr schöne Informationen gute Zusammenfassung!

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